Menden und München und die Rhein-Zeitung
Im JakBlog wird die Frage diskutiert, ob wir das amerikanische Zeitungssterben auch in Deutschland sehen würden.
In Menden ist es jetzt passiert. Die kleine “Mendener Zeitung” wird kurz vor ihrem 150. Geburtstag dicht gemacht. Man mag sich darüber amüsieren und sich fragen, wie man ernsthaft ein kleines Lokalblatt mit einer Auflage knapp überhalb der 6000 als Menetekel für die Zeitungslandschaft heranziehen kann. Genauer besehen ist die “Mendener Zeitung” aber nicht einfach nur ein kleines Lokalblatt, sondern eine der vielen Beteiligungen des Münchner Großverlegers Dirk Ippen. Hinter Ippen steckt genügend Geld und Substanz, ein Blatt auch mal durch eine kleine Krise zu führen. Wenn man sich dort dafür entscheidet, die Zeitung zuzumachen, muss man von der Sinnlosigkeit des bisherigen Tuns schon sehr überzeugt gewesen sein.
In einem Kommentar habe ich geantwortet:
Menden und München sind nun wirklich nicht vergleichbar. Die ‘Mendener Zeitung’ und die ‘SZ’ mit Sicherheit noch weniger. Dennoch macht mich die Einstellung der ‘Mendener’ durchaus betroffen. Nicht deshalb, weil ich meine ersten Leseübungen außerhalb der Schule mit der ‘Mendener’ absolvierte. Aber die Einstellung der einzigen Lokalzeitung einer ‘Stadt’ mit 60.000 Ew trifft diese sicher härter und nachhaltiger als die Einstellung einer größeren bundesweit erscheinenden Zeitung. Von lokaler Berichterstattung sind die Menschen in Menden und Umgebung nun abgeschnitten. Wie man regionale Zeitungen (ich lebe heute in Koblenz) ‘auf die Höhe der Zeit’ bringen kann, zeigt die Rhein-Zeitung mit ihrem Top-Online-Angebot , auch unter Twitter @rheinzeitung
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